BFH zweifelt an der Verfassungsmäßigkeit von Nachzahlungszinsen

Fällige Steuernachzahlungen werden durch das Finanzamt verzinst. Der Zinslauf beginnt 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Steuernachzahlung entstanden ist, sofern diese nicht vorher getilgt wird.

Der Zinssatz beläuft sich seit dem Jahr 1961 auf 0,5% für jeden vollen Monat. Hochgerechnet auf ein Jahr entspricht das einen Zinssatz in Höhe von 6%, welcher seit vielen Jahren nicht mehr der Situation auf dem Kapitalmarkt entspricht.

Der Bundesfinanzhof zweifelt daher an der Verfassungsmäßigkeit dieser Nachzahlungszinsen ab dem Jahr 2015.

Es ist ratsam Einspruch gegen aktuelle Zinsfestsetzungen einzulegen und Aussetzung der Vollziehung zu beantragen, bis über den Sachverhalt abschließend entschieden ist.